Vancouver

3 Tage in VANCITY, British Columbia

Am 08.08 ging es los, von München nach Vancouver. Allein der Flug über das eisige Grönland und die Eisberge ist eine Reise wert.

Nach Toronto und Montreal ist Vancouver die drittgrößte Stadt Kanadas. Sie ist Ausgangspunkt für viele Reisen Richtung Alaska und die Rocky Mountains. Außerdem gehört Vancouver zu den lebenswertesten Städten der Welt und das kann ich definitiv unterschreiben, aber dazu später noch mehr. Spannend ging es eigentlich schon am Flughafen in Vancouver los, mein Handgepäck habe ich mit einem Zahlenschloss verschlossen, dass dann wundersamer Weise mit meinem eigentlichen Code nicht mehr auf ging. Jedenfalls konnte ich so direkt mit dem kanadischen Flughafenpersonal in Kontakt treten, die übrigens sehr freundlich sind und mir mein Schloss dann knacken lassen. So viel zu einem gelungenen Start der Reise. Mit offenem Rucksack ging es dann endlich zu meinem Hotel in Downtown Vancouver.

09.08.2019 – Tag 1

Am ersten Tag ging es relativ früh nach draußen, auch etwas dem Jetlag geschuldet. Um 10:00 Uhr startete meine Free Walking Tour durch Gastown, dem Ort der ersten Settlements in Vancouver. Benannt wurde dieser Stadtteil nach dem Salonbesitzer Gassy Jack. Die Häuser sind im viktorianischen Stil gebaut und an fast jeder Ecke sind Cafés, Restaurants und kleine Läden zum Durchstöbern.

Nach einer kurzen Kaffeepause in einem der zahlreichen Cafés (guten Kaffee gibt es hier wirklich fast überall und auch in allen möglichen Variationen wie z.B. Spanish Latte) ging es um 14:00 Uhr weiter mit meiner zweiten Free Walking Tour durch Downtown und Richtung Hafen. Dabei bin ich unter anderem am Marine Building vorbei gekommen, welches Drehort unter anderem für „Lucifer“, „Supernatural“, „Smallville“ oder „Fantastic Four“ war.

Am Abend ging es für mich nach Empfehlung des Tourguides zum Nightmarket in Lonsdale (ausführlichere Essenstipps kommen bald noch unter dem Reiter „Food“). Das ist im Endeffekt ein Foodmarket, der jeden Freitag von 17:00 bis 22:00 Uhr geöffnet hat. Entlang des Hafengeländes stehen verschiedene Foodtrucks mit Essen aus aller Welt. Von spanisch über asiatisch bis zu frischen Hummerbrötchen und Popcorn ist für jeden etwas dabei. Neben leckerem Essen hat man vor dort aber auch eine super Aussicht über die Skyline von Vancouver. Hin kommt man am besten mit dem Seabus ab „Waterfront Station“ bis „Lonsdale Quay“ für 2,95$.

10.08.2019 – Tag 2

Heute stand der Stanley Park auf meiner Agenda. Mit über 400 Hektar ist er größer als der Central Park in New York und der Englische Garten in München. Da ich nicht so viel Zeit hatte, habe ich mich entschieden per Hop-on Hop-off Bus zum Park zu kommen und von dort aus zu Fuß weiter zu gehen. Allerdings bietet es sich auch an, ein Fahrrad zu mieten und entlang der „Seawall“ zu fahren, die einmal um den Park und entlang der Stadt (immer am Wasser) verläuft. In dem Park gibt es neben einem Aquarium und den vielen Aussichtspunkten auch Totempfähle, die man sich anschauen kann und die auf die Vergangenheit des Landes hinweisen. Auch eine „Meerjungfrau“ ähnlich der in Kopenhagen gibt es und anders als dort, kann man diese eigentlich auch nicht verpassen. Allerdings stellt sie eine Taucherin mit Neoprenanzug dar und soll die Bedeutung und den Bezug Vancouvers zum Wasser darstellen.

Nach der Wanderung gab es dann, bei zwischenzeitlich strömendem Regen, Mittagessen in einem wahrscheinlich fast schon Hipster Restaurant in Gastown.

11.08.19 – Tag 3

An meinem letzten ganzen Tag in Vancouver wollte ich etwas in die Natur. Da ich ja nur begrenzt Zeit hatte, ging es für mich zur Capilano Hängebrücke und zum Grouse Mountain (1.231m). Nach einer idyllischen Fahrt durch den Stanley Park führte der Weg über die Lionsgate Bridge Richtung ersten Stopp: Lachsaufzucht. Aufgrund eines Staudamms im Capilano River konnten die Lachse nicht mehr in ihr ursprüngliches Laichgebiet zurückkehren. Um die Natur im Gleichgewicht zu halten, wurde die Aufzucht errichtet. Sobald die Lachse eine entsprechende Größe erreicht haben, können sie über Stufen Richtung Meer und wieder zurück schwimmen. Der zweite Halt war der Capilano Suspension Bridge Park. Das Wetter spielte leider nicht wirklich mit (zwischen Regenschauer und Nieselregen war alles dabei), aber wie sagt man so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung.

Als nächstes fuhren wir dann schon zum Grouse Mountain. Man fährt direkt zu einem Parkplatz und von dort aus kann man entweder 2830 Stufen auf einer Länge von 2,9km und 853 Höhenmeter nach oben laufen oder mit der Gondel nach oben fahren und oben die Gegend erkunden. Fun Fact: der schnellste Aufstieg dauerte nur 23 Minuten und die Einwohner Vancouvers wollen sich mit dieser Wanderung oft selbst herausfordern. Für welche Variante ich mich entschieden habe, dürfte wohl klar sein. Oben angekommen gibt es verschieden Shows und Orte zu denen man sich begeben kann. Das Highlight sind aber wohl die Grizzly Bären Coola und Grynder. Die beiden wurden als Babys aufgenommen, das sie ohne Muttertier umherirrten. Außerdem gibt es noch eine Holzfällershow (den amerikanischen Humor dabei muss man allerdings mögen) und eine Vogelflugshow. Zu Essen gab es für mich die bekannten Beaver Tails. Am meisten wohl vergleichbar mit Auszognen, nur dass man alle möglichen Toppings hinzufügen kann. Wieder zurück in der Stadt hatte ich noch einen Flug mit FlyOverCanada, was im Endeffekt eine Art 4D Kino ist, in dem man während der 20-minütigen Vorstellung über die unterschiedlichen Landschaften Kanadas fliegt. Mein Fazit danach: ich muss auf jeden Fall zurückkommen und auch noch die anderen Staaten Kanadas besuchen und auf jeden Fall einen Ausflug in die Rocky Mountains machen. Danach ging es dann zurück zum Hotel und außer Koffer packen stand nicht mehr viel an.

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