Aloha zusammen, ich melde mich wieder.
Ich genieße die Zeit, auch wenn die Uni etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht, aber dazu berichte ich ausführlich nochmal. In meiner Freizeit bin ich viel am Strand oder wir erkunden die Insel denn:
Neben Sonne, Strand, Essen und Surfen hat Oahu noch so viel mehr zu bieten. Wobei ich nicht sagen möchte, dass Surfen nicht eine wichtige Rolle in der Identität der Insel spielt. Deswegen gab es auch das Dukes Surf Festival zu Ehren Duke Kahanamoku der mehr oder weniger der Urvater des Surfen ist. Neben Menschen sind dabei auch Hunde oder Enten gesurft. Egal wer oder auf was, Hauptsache Surfen.
Aber genug dazu, Oahu hat wie gesagt noch viel mehr zu bieten, nämlich einzigartige Natur und Wanderungen. Die meisten denken dabei wahrscheinlich an Stairway to Heaven oder auch Haiku Stairs genannt, der bei der Google oder Instagram-Suche bestimmt relativ weit oben erscheint. Und auch wenn dieser eigentlich illegale Hike noch auf meiner To-do Liste steht will ich euch erstmal ein paar Eindrücke von den Wanderungen geben, die wir bis jetzt gemacht haben und die auch alle legal waren. Zumindest wurden wir keines besseren belehrt
Diamond Head
Wenn man am Waikiki Beach steht, den Blick aufs Meer richtet und sich nach links dreht, dann fällt einem sofort ein markanter Berg (oder aus Sicht einer Bayerin: eher ein Hügel) auf: Diamond Head. Und weil wir diesen Berg oder Hügel schon einige Male vom Strand aus gesehen hatten, sollte unsere erste Wanderung dorthin gehen. Der Wecker ging Punkt 4:45 Uhr damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Gipfel standen. Der Weg ist nicht sonderlich anspruchsvoll, doch die Treppen, die einen ganz noch oben bringen, sollte man trotzdem nicht unterschätzen. Es führt auch ein Weg an den Treppen vorbei, aber irgendwie hoch muss man doch immer. Oben angekommen gab es erstmal eine Tasse frischen Kaffee und Frühstück während wir der Sonne weiter beim Aufgehen zusahen.
Pillbox Hike und Lanikai Beach
Ein paar Tage später sollte es auf den nächsten „Berg“ gehen. Relativ bekannt auf der Insel sind die „Pillbox“-Hikes. Die Pillboxes sind dabei ehemalige Munitionslager, Überbleibsel des Zweiten Weltkrieges.
Lanikai, unser Ausgangspunkt, befindet sich im Osten der Insel und lässt sich mit dem Bus gut erreichen (wie eigentlich alles auf der Insel, denn das Busnetz ist extrem gut ausgebaut). Der Aufstieg ist recht staubig und wenn kein Wind geht, wird es durchaus recht warm, aber alles in allem mit den richtigen Schuhen und genug Wasser durchaus sehr gut machbar. Vor allem wenn man bedenkt, dass manche nur in Flip-Flops hoch und runter gewandert sind.
Alles in allem entschädigt dann der Ausblick jeglichen Schweiß und Mühe.
Zur Abkühlung kann man direkt danach auch an den Strand, Lanikai Beach laufen und das türkis-blaue Wasser genießen.
Koko Head
Neben Diamond Head ist der zweite bekannte und je nach Ort auch markante Berg Koko Head. Das besondere an diesem Hike ist, dass er einen über mehr als 1000 Bahnschienen, die als Treppen fungieren, auf den Gipfel führt. Wer schon einmal den Eiffelturm nach oben gelaufen ist, weiß was so viele Treppen mit den Beinen machen und jetzt sind die Treppen in Paris alle in regelmäßigem Abstand. Eins schon vorab, das war eine der anstrengendsten Wanderungen, die ich jemals gemacht hab und das obwohl der ganze Weg nicht Mal lang ist. Unser Fehler, dass muss man auch zugeben war, dass wir zu spät losgegangen sind und gegen Mittag erst knapp 3/4 des Hinweges geschafft hatten. Das war deshalb problematisch, da der Weg an sich keinen Schatten spendet und es deshalb ab einer gewissen Uhrzeit fast ein Dinger der Unmöglichkeit ist in der Hitze weiter nach oben zu wandern. Aber manchmal sprechen Bilder mehr als tausend Worte:
Manahaula Hike
Der Manahaula Hike ist ein recht angenehmer Hike durch den Regenwald. Vorausgesetzt man läuft den Rundweg im Uhrzeigersinn. Von unserer Wohnung aus sind wir ca. eine Stunden mit dem Bus gefahren und dann noch ca. 30 Minuten zum Wanderstartplatz gelaufen, da der Anschlussbus erst in 30 Minuten weitergefahren wäre.
Von unserem Startpunkt aus ging es erstmal gemütlich etwas den Berg nach oben. Rechts und links von uns dabei meist recht dichter Regenwald. Nach kurzer Zeit kommt man an eine Weggabelung, bei der man entweder nach rechts oder links weiterlaufen oder an einen anderen Wanderweg anschließen kann. Wer sich für den rechten Weg entscheidet, der hat einen etwas gröberen Anstieg über viele Wurzeln vor sich, aber an sich ein gutes Workout.
Um es gleich vorweg zu nehmen, mit einem unglaublichen Ausblick wird die Anstrengung nicht entlohnt, allerdings ist diese Wanderungen ideal um etwas dem lauten und schnellen Alltag Waikikis zu entfliehen.
Die nächsten Wanderungen und Aktivitäten stehen schon bevor. Aus diesem Grund verabschiede ich mich schon Mal in „mein“ Wochenende (ich habe immer von inklusive Freitag bis Montag frei).
Aloha und bis bald
-Lisa



























